Werder Bremen hat gegen acht polizeilich bekannte Straftäter im Vorfeld des Spiels gegen Dortmund ein Stadionverbot ausgesprochen. Aufgrund der Erfahrungen der vergangenen Spiele ist davon auszugehen, dass von diesen Personen in Bremen erneut entsprechende Straftaten begangen werden und mit einem rechtsorientierten Verhalten zu rechnen ist. Gegen einen weiteren namentlich bekannten Rädelsführer besteht bereits ein bundesweites Stadionverbot.
„Es ist eines der großen Ziele von Werder Bremen, Gewalt sowie rassistisches und extremistisches Gedankengut aus unserem Stadion zu verbannen. Aus diesem Grunde haben wir in enger Abstimmung mit den Sicherheitsbehörden gegen acht polizeilich bekannte Personen aus Dortmund, die eindeutig dem rechten Spektrum zuzuordnen sind, ein örtliches Stadionverbot für das Weser-Stadion ausgesprochen", so Werders Präsident und Geschäftsführer Klaus-Dieter Fischer.
„Wer rassistisches oder rechtes Gedankengut verbreitet oder sich mit den Vorhaben von solchen Gruppierungen identifiziert, hat in einem Stadion nichts zu suchen. Für solche Menschen kann es daher im Bremer Weser-Stadion nur die „rote Karte" geben. Ich begrüße daher das entschlossene Vorgehen von Werder Bremen und die gute Zusammenarbeit mit den Sicherheitsbehörden", so Bremens Innen- und Sportsenator Ulrich Mäurer.
Im örtlichen Ausschuss Sport und Sicherheit (ÖASS), der unter der Leitung von Senator Mäurer gemeinsam mit Werder Bremen, dem Bremer Fußball-Verband sowie der Polizei, über besondere Sicherheitsmaßnahmen anlässlich dieses Spiels beraten hat, bestand Einigkeit, dass für Personen, die ein Fußballspiel nur als Bühne zur Verbreitung ihrer rechtsorientierten politischen Einstellung missbrauchen wollen, kein Platz im Stadion ist. Zuvor waren den Sicherheitsbehörden eine bestimmte Anzahl von rechtsorientierten Personen aus dem Umfeld der Anhänger von Borussia Dortmund namentlich bekannt geworden. Diese waren bereits bei anderem bei Auswärtsspielen in der Hinrunde durch entsprechende Straftaten aufgefallen.
Auch bei den letzten Spielen von Bremer Mannschaften gegen Borussia Dortmund waren mehrfach Transparente entrollt worden, die eindeutig rechtsorientierte Inhalte hatten und u.a. auch den Ostkurvensaal-Überfall aus dem Jahr 2007 verharmlosten. Deshalb bestand Einigkeit bei allen Beteiligten des ÖASS, solche Vorkommnisse nicht länger zu dulden und bereits im Vorfeld tätig zu werden.