Lauf-, Kraft- und Stabilitätsübungen: Ayik schuftet für Comeback

Befindet sich auf einem guten Weg: Onur Ayik.
Profis
Freitag, 22.07.2011 / 10:04 Uhr

Im November vergangenen Jahres kam Onur Ayik noch im Champions-League-Gruppenspiel von Werder bei den Tottenham Hotspur zum Einsatz - der bisherige Höhepunkt in der Karriere des 21-Jährigen. Im Februar folgte ein Rückschlag: Kreuzband- und Innenbandriss im Knie, lange Zwangspause. Knapp ein halbes Jahr später befindet sich der Mittelfeldakteur auf einem guten Weg. WERDER.DE griff zum Hörer und fragte nach, wie die Heilung verläuft.

Hallo Onur, wo erwischen wir dich gerade?

Ich bin gerade auf dem Weg zur Behandlung im Sporthep-Rehazentrum Links zur Weser. Heute Morgen habe ich schon mit Jens Beulke trainiert, jetzt habe ich Behandlungen und mache Krafttraining sowie Stabilisationsübungen. Heute Nachmittag dann auch noch einmal. Ich möchte einfach schnellstmöglich wieder fit werden. Dafür bin ich den ganzen Tag unterwegs.

Stimmt es, dass du am Freitagabend sogar einen Kinobesuch hast ausfallen lassen, um an deinem Comeback zu arbeiten.

Ja, das stimmt. Ich wollte abends eigentlich mit Mehmet Ekici und Leon Balogun in Harry Potter gehen (lacht). Um 19 Uhr habe ich dann aber eine SMS vom Doc bekommen, dass ich am nächsten Morgen früh in der Kabine sein soll. Deshalb habe ich das Kino abgesagt.

Wer so viel für die Rückkehr arbeitet, der muss mit dem bisherigen Heilungsverlauf zufrieden sein, oder?

Die Verletzung ist inzwischen fünfeinhalb Monate her. Seit einigen Wochen kann ich schon wieder Lauftraining absolvieren. Insofern bin ich bisher ganz zufrieden. Dadurch, dass ich neben dem Kreuzbandriss auch ein Innenbandanriss hatte, war es am Anfang etwas verzögert. Mittlerweile ist es aber ziemlich gut, die medizinische Abteilung um unseren Mannschaftsarzt Dr. Dimanski und die Physiotherapeuten Jens Beulke, Sven Plagge, Florian Lauerer sowie das gesamte Team vom Sporthep leisten sehr gute Arbeit.

Aber mal die Hand auf's Herz: Wie schwer fällt es dir, nicht bei der Mannschaft mitmischen zu können?

Das ist schon ätzend. Eine Verletzung ist das Schlimmste für einen Fußballer. Aber mittlerweile kann ich ja schon wieder Laufen. Das ist schon einen Tick besser. Vor zwei Monaten durfte ich nur im Fitnessraum arbeiten, das war noch schlimmer. Jetzt geht es Schritt für Schritt voran.

Macht man sich Sorgen, dass man den Anschluss verpassen könnte, wenn die Kollegen momentan an den Grundlagen für die Saison arbeiten und du mit der Reha beschäftigt bist?

Nein, das nicht. Ich sehe das relativ locker, denn das, was ich im Moment mache, ist auch quasi das, was man im Trainingslager macht. Ich setze mich da nicht unter Druck, sondern möchte erst mal wieder fit werden.

Nicht so locker hast du die Trainingseinheit rund um das Autogrammkarten-Shooting gesehen. Als wir dich da getroffen haben, wirktest du etwas niedergeschlagen.

Klar, da sind mir verschiedene Gedanken durch den Kopf gegangen. Die Jungs haben mit dem Ball gearbeitet und ich konnte nur Zuschauen. Vom Kopf her möchte man unbedingt mitmachen, aber man kann noch nicht.

Die Verletzung hast du dir im Drittliga-Spiel gegen Erfurt zugezogen, oder?

Ja, genau. Es waren noch zwei Minuten bis zur Halbzeit und da wurde ich im Sprinten von der Seite am Knie getroffen. Ich habe direkt gemerkt, dass sich das Knie nach innen verdreht hat, aber ich habe nicht gedacht, dass es ein Kreuzbandriss ist.

Apropos Erfurt. Da war die Mannschaft in der letzten Woche. Hättest du da aufgrund der Vorgeschichte besonders gerne gespielt.

Es kribbelt bei mir und ich möchte unbedingt wieder Fußball spielen. Dabei ist es egal, gegen wen es geht. In Erfurt dabei sein zu können, wäre aber natürlich doppelt schön gewesen. Da hätte sich der Kreis geschlossen.

Erfurt ist das eine, aber im November hast du in London gegen Tottenham Hotspur sogar noch für Werder in der Champions League gespielt und standest danach auch noch öfter im Bundesliga-Kader. Ist deine Verletzung ein Rückschritt? Musst du deine Ziele neu definieren?

Meine Ziele haben sich nicht verändert. Ich möchte mich gerne im Bundesliga-Kader etablieren, aber der Weg dahin ist noch weit. Ich muss erst wieder gesund werden, dann fasse ich das nächste Ziel ins Auge.


Wir wünschen dir weiterhin einen guten Heilungsverlauf und hoffen, dich schnellstmöglich wieder auf dem Platz zu sehen!

Das Gespräch führte Dominik Kupilas

 

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