Aber mal die Hand auf's Herz: Wie schwer fällt es dir, nicht bei der Mannschaft mitmischen zu können?
Das ist schon ätzend. Eine Verletzung ist das Schlimmste für einen Fußballer. Aber mittlerweile kann ich ja schon wieder Laufen. Das ist schon einen Tick besser. Vor zwei Monaten durfte ich nur im Fitnessraum arbeiten, das war noch schlimmer. Jetzt geht es Schritt für Schritt voran.
Macht man sich Sorgen, dass man den Anschluss verpassen könnte, wenn die Kollegen momentan an den Grundlagen für die Saison arbeiten und du mit der Reha beschäftigt bist?
Nein, das nicht. Ich sehe das relativ locker, denn das, was ich im Moment mache, ist auch quasi das, was man im Trainingslager macht. Ich setze mich da nicht unter Druck, sondern möchte erst mal wieder fit werden.
Nicht so locker hast du die Trainingseinheit rund um das Autogrammkarten-Shooting gesehen. Als wir dich da getroffen haben, wirktest du etwas niedergeschlagen.
Klar, da sind mir verschiedene Gedanken durch den Kopf gegangen. Die Jungs haben mit dem Ball gearbeitet und ich konnte nur Zuschauen. Vom Kopf her möchte man unbedingt mitmachen, aber man kann noch nicht.
Die Verletzung hast du dir im Drittliga-Spiel gegen Erfurt zugezogen, oder?
Ja, genau. Es waren noch zwei Minuten bis zur Halbzeit und da wurde ich im Sprinten von der Seite am Knie getroffen. Ich habe direkt gemerkt, dass sich das Knie nach innen verdreht hat, aber ich habe nicht gedacht, dass es ein Kreuzbandriss ist.
Apropos Erfurt. Da war die Mannschaft in der letzten Woche. Hättest du da aufgrund der Vorgeschichte besonders gerne gespielt.
Es kribbelt bei mir und ich möchte unbedingt wieder Fußball spielen. Dabei ist es egal, gegen wen es geht. In Erfurt dabei sein zu können, wäre aber natürlich doppelt schön gewesen. Da hätte sich der Kreis geschlossen.